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Die wunderbaren Lehrpferde

in der Feinen Reiterei

Die Lehrpferde in der Feinen Reiterei haben alle eine Geschichte – eine Geschichte, die ihre besondere Sensibilität und ihre Fähigkeiten erklärt.

Nahezu alle Pferde habe ich als problematisch, verängstigt oder sogar „verrückt“ übernommen. Mich fasziniert die Arbeit mit diesen Pferden besonders - der Moment, wenn sie Vertrauen fassen und wieder Freude an der Mitarbeit entwickeln ... Was ihnen immer bleiben wird, ist ein ganz feines Gespür für die Stimmung des Menschen. Pferde mit einer unguten Historie spiegeln noch einmal mehr den Menschen, als Pferde es ohnehin schon tun.


Wer in der Feinen Reiterei die klassische Arbeit an der Hand, das Longieren, die Freiarbeit oder die Reitkunst lernen möchte, wird auf Pferde mit ganz viel Herz und Charakter treffen.

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Ihre Geschichten erzähle ich auf den folgenden Seiten.

Nur zum Liebhaben da ...
Soleil ("das Kriegspony")

geb. 1996, 1,48 m, Connemara-Quarter-Mix

Seit 2001 mein "once in a lifetime"-Pferd, aus sehr schlechter Haltung.

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Geduldig, benötigt sehr korrekte Hilfen und will motiviert werden, ignoriert falsche Hilfen. Energiesparer, aber wenn man sie einmal angeschaltet hat, das motivierteste Pferd, das man sich vorstellen kann. Alle Seitengänge, Galopppirouetten, Piaffe, alles auch im Halsring; Kunststücke, Kappzaum, Langzügel, Freiheitsdressur. Videos >>

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Seit 2020 wird Soleil aufgrund ihrer Arthrose nicht mehr für den regulären Unterricht eingesetzt. Meine kleine "Rampensau" darf aber weiterhin bei Kursen ihren ganzen Charme ausspielen und Neulingen in der Arbeit an der Hand oder am Langzügel zeigen, wie es richtig geht. Bestes Pferd der Welt!

Kein Lehrpferd, aber unverzichtbarer Bestandteil (1) des Hofs:

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Bond

geb. 2011

38 cm, Podenco Maneto x Podenco Andaluz

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alias: Bondolero, der Bondit, Bonderas, James, Böndchen

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Ein ganz besonderer Pödel: ohne jeden Jagdtrieb, aber mit umso mehr Kuscheldrang. Bond, als Angsthund aus einem Tierheim in Spanien kommend, hat als Besitzer (und Belieger) eines Ponyhofs seine Berufung gefunden. Perfekter Radladerbegleithund, toleranter Fuchsfreund und Ruhepol der Feinen Reiterei.

Seit Sommer 2020 unverzichtbarer Bestandteil (2) des Hofs:

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Jesse

geb. ca. 2017

38 cm, Podenco Maneto

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Weil man auch mal zu zweit sein muss, um das Alleinsein wieder zu schätzen zu wissen, hat Bond Gesellschaft bekommen. Unterschiedlicher könnten zwei Hunde nicht sein - und passen genau deshalb perfekt zusammen. Jesse, auch ein Angsthund, ebenfalls aus einem spanischen Tierheim, ist aufgedreht, laut, wedelt viel, rennt viel, frisst viel, spielt mit Stöckchen und trägt Socken durch die Wohnung.

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Kurz: Bond und ich haben uns einen richtigen Hund zugelegt.

Ich finde es toll, denn noch nie hatte ich einen Hund, der mich anschmachtet.

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Bond ... -  trägt es mit Fassung.

Auf der anderen Seite des Regenbogens ...

Joy

geb. 2005, 1,62 m, Englisches Vollblut (Passname: Tobira)

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Erst Renn-, dann Polopferd; ab Sept. 2016 bei mir.

Sehr sensibel, dabei mütterlich-liebevoll und ein rundherum edler Charakter. Ihre körperlichen Einschränkungen aufgrund ihrer Sportgerätvergangenheit bedeuteten immer Einschränkungen; dennoch ließ sie sich ganz auf ihre neue Aufgabe ein. Sie war geduldig und lehrte viele Menschen, wie fein Reiten gelingen kann. Nach 6 Jahren wurde immer deutlicher, dass ihr Körper zu lange zu hart gefordert worden war. Da sie dauerhaft Schmerzen hatte und keinerlei Selbstheilungskräfte mehr, ließ ich sie in Liebe gehen.

Joy wird immer unvergessen bleiben - ein Pferd wie sie gibt es nicht oft ...

Fee (Fénix)

geb. 12.7.2014, Cruzada (Passname: Rosa / Triomena)

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Fee kam mit einer furchtbaren Geschichte zu mir, aber Pferde halten zum Glück nicht an Vergangenem fest. So wurde aus dem ängstlichen, dürren Pferdchen eine mutige, lebenslustige, die Menschen und das Reiten liebende Stute. Sie war immer fröhlich, und sie machte jeden fröhlich, als ob sie Luftballons über ihrem Kopf schweben hätte. Kaum angeritten, trug sie mich beim Hofturnier durch den Trail, zwischen Menschen und Musik, wie ein alter Hase. In dem nie richtig rund gewordenen, fast durchscheinend zarten Pferd steckte so viel Stärke und eine große Intelligenz. Irgendwann aber änderte sich das ... warum sie sich so veränderte, fanden wir nie heraus - aber als sie nur noch in Panik lebte, ließ ich das kleine Zauberpferd gehen.

Paprica

geb. etwa 1993, ca. 1,53 m, Polo Argentino

 

Paprica wurde vor rund 15 Jahren aus Argentinien importiert, um den Poloponybestand hierzulande aufzubessern. 2020 musste ihre Gnadenbrotgeberin sie verschenken - und da Pasha gerade gegangen war, gab es in der Feinen Reiterei einen Platz für eine wunderbare Seele, die noch ein paar gute Jahre verleben möchte.

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Paprica hatte in ihren Adern viel Vollblut, viel Hunger und einen ausgeprägten Eigensinn. Die Grand Dame kam mit der Herde nicht gut klar, also lebte sie zuletzt in einer liebevollen kleinen WG mit Deseo und Joy. Sie kämpfte sich durch schlimme Infekte und verschlang Tonnen von Futter, bis irgendwann das Alter sagte, dass das Leben lang genug gewesen war. 

Pascha

geb. 1989, gest. 30. Juni 2020.

1,70 m, dt. Warmblut

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Pasha war bis in die hohe Dressur ausgebildet – als ich ihn, bereits 27-jährig, zu mir nahm, piaffierte und levadierte er noch, wenn man "die richtigen Knöpfe drückte". Bei mir sollte er aber nichts mehr leisten, sondern ein schönes letztes Jahr verleben. Daraus wurden dreieinhalb Jahre, in denen er sich ins Herz aller auf dem Hof rüpelte und viele alte Freunde wiederfand, die ihn vor fünf, zehn oder fünfzehn Jahren mal als Schulpferd kennen und lieben gelernt hatten und ihn immer wieder bei mir besuchten.

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Pasha, das Mammut, der Pashbär, leistete mit seiner immer guten Laune und seiner Stoffeligkeit einen großen Beitrag zur Seele des Hofes. Leb wohl, alte Rumpelnase. Du wurdest damals verschenkt - und es war ein Geschenk, dich hier zu haben!!

Fotos: Soleil 1 + 2, Joy: Daniela Eger, WeLoveHorses Photography, Berlin; übrige Fotos: privat

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